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Norbert Möllerbernd (WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH)

Möllerbernd, Norbert (Bremen (govt) 201111 WFB Innovationsmanager)

 

Organisation Organisation WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH
  Group Bremen (govt region)
Product Product business development (state/region)
     

WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. (11/11). "Pressemitteilung: Projekt des Monats. Wir stellen vor – Molzym-Synovial Test".

Intro: Die Bremer Molzym GmbH & Co KG nutzt ihr wissenschaftliches Know-how im Feld der Mikro- und Molekularbiologie zur Entwicklung neuer Diagnostikverfahren in der Medizin. Nach der Einführung eines "SepsiTest" hat das Unternehmen jetzt einen "SynovialTest" entwickelt. Wir sprachen mit den Geschäftsführern Dr. Jan Detmers und Prof. Dr. Michael Lorenz über die Möglichkeiten der Molekulardiagnostik und neue Märkte.

WFB: Welche Chancen bietet der Einsatz der Molekularbiologie in Diagnostikverfahren?

Jan Detmers: Mit Hilfe der Molekularbiologie lassen sich Krankheiten frühzeitig erkennen und damit gezielter, schneller und oftmals schmerzentlastender für den Patienten behandeln. Wir haben uns auf den Nachweis von Bakterien konzentriert und den "SepsiTest" entwickelt, mit dem Bakterien im Blut nachgewiesen werden können. Das galt lange Zeit als technologisch unmöglich. Seit drei Jahren ist er jetzt erfolgreich im Markt in der Anwendung.

Michael Lorenz: Wir haben eine neue Technologie erfunden, die wir uns auch haben patentieren lassen. Dadurch haben wir uns eine gute Position am Medizinmarkt gesichert. Weltweit vertreiben nur drei Konkurrenten ähnliche Verfahren, darunter auch der Großkonzern Hoffmann La Roche. Technologisch sind wir mit solchen Unternehmen also durchaus auf Augenhöhe. In Europa sind wir gut eingeführt, als nächstes haben wir die Markteinführung in den USA im Blick.

WFB: Es bietet durchaus Vorteile als kleines Unternehmen am Markt zu agieren...

Jan Detmers: Ja, durchaus. Zunächst einmal sind wir unabhängig und können Forschung und Entwicklung in unseren eigenen Laboren schnell vorantreiben. Zudem ermöglicht es uns, die eigene Produktion aller Reagenzien samt eigener Qualitätskontrolle und Abfüllung hoch flexibel zu handeln.

Michael Lorenz: Unser großes Know-how steckt eindeutig in der Probenaufbereitung.

WFB: Mit dem "SynovialTest" bauen Sie auf Ihre Erkenntnisse auf. Was verbirgt sich hinter der Methode?

Jan Detmers: Mit dem "SynovialTest" lassen sich kurzgefasst Infektionen in Gelenken nachweisen. Bakterielle Infektionen sind eine der häufigsten Folgeerscheinungen beispielsweise nach einer Meniskus-Operation.

Michael Lorenz: Wir schaffen mit unserem Molekularverfahren die Möglichkeit, den Erreger einer Infektion bereits direkt im Gelenk nachzuweisen. Der Arzt bekommt ein schnelles Ergebnis und kann so gezielt behandeln. Innerhalb von zwei Tagen können wir den Keim direkt bestimmen. Und wir arbeiten derzeit daran, dass der Zeitzyklus noch weiter beschleunigt werden kann.

WFB: Wann ist mit der Markteinführung zu rechnen?

Michael Lorenz: Das Verfahren kann bereits angewendet werden, ist aber noch nicht zugelassen. Derzeit wird es in Studien validiert. Wir haben einen Laborarzt in Kiel als Partner gewonnen. Anhand der Studienergebnisse hoffen wir auf eine Zulassung im kommenden Jahr.

Jan Detmers: Die Medizingesetzgebung ist im Wesentlichen sehr innovationsfreundlich, so dass wir zuversichtlich sind, alle Kriterien zu bedienen und dann mit dem Produkt gezielt an den Markt zu gehen. Wir haben bereits viel positive Rückkopplung. Unser Ziel ist es, vor allem die Laborärzte und Universitätskliniken als Kunden zu gewinnen.

WFB: Vielen Dank für das Gespräch.

Link: www.molzym.com


Über das Unternehmen

Das Biotechnologieunternehmen Molzym GmbH & Co KG ist ein klassischer Spin-Off aus der Wissenschaft. 2004 sind die Biologen Dr. Jan Detmers und Prof. Dr. Michael Lorenz an den Start gegangen. Molzym entwickelt Tests und Reagenzien für den Nachweis von Erregern anhand molekularbiologischer Methoden.

Der Sitz des mittelständischen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsunternehmens ist im Technologiepark Bremen. Derzeit arbeiten 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Molzym. Das Team setzt sich aus Wissenschaftlern und Technikern zusammen.

Das Projekt wird im Landesprogramm "Förderung der Forschung, Entwicklung und Innovation" gefördert. Betreut wird das Entwicklungsprojekt bei der WFB von Innovationsmanager Dr. Norbert Möllerbernd.

   
Record changed: 2017-04-09

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